Thomas Gebhart zur Impflicht für Masern: „Das ist konsequent!“

6. Mai 2019

So bezeichnet Thomas Gebhart, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundeminister für Gesundheit, den Entwurf eines Gesetzes zur Einführung einer Masern-Impflicht für Kita- und Schulkinder ab 1. März 2020.

„Es geht darum, eine höhere Durchimpfungsrate zu erreichen. Zur Prävention stehen gut verträgliche und hoch wirksame Impfstoffe zur Verfügung. Eine Impflicht muss möglichst früh ansetzen. Und zwar dort, wo Menschen tagtäglich in engen Kontakt miteinander kommen.“

Zum einen soll die Impflicht für Personen gelten, die in Gemeinschaftseinrichtungen betreut werden, wie etwa Kita- und Schulkinder. Auch soll sie für Personen gelten, die in solchen Einrichtungen tätig sind und Kontakt zu den Betreuten haben, wie etwa Lehrer oder Erzieher, aber auch Hausmeister und Küchenpersonal. Eine Masernimpflicht soll es zudem für das Fachpersonal in medizinischen Einrichtungen wie Krankenhäusern und Arztpraxen geben.

Zudem sieht der Entwurf vor, dass die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die Bevölkerung regelmäßig zum Thema Impfen informiert.

Auch in Rheinland-Pfalz gab es aktuell Masernerkrankungen in Landau und dem Landkreis Südliche Weinstraße. Gebhart: „Gerade auch die aktuellen Fälle haben uns gezeigt, dass wir uns der Diskussion rund um das Thema Impfen nicht nur stellen, sondern auch handeln müssen. Denn: Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten weltweit. Derzeit liegen wir in Deutschland jedoch unterhalb der Impfrate von über 95 %, die erforderlich wäre, um die Ausbreitung von Masern zu verhindern. Oberstes Gebot sollte deshalb der Schutz der Bevölkerung sein.“

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