Thomas Gebhart zum aktuellen Stand des Coronavirus

12. März 2020

"Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus versetzt uns in Deutschland aktuell in eine herausfordernde Lage, die täglich neu beurteilt werden muss. In Deutschland haben wir die Infektionen sehr frühzeitig erkannt. Wir gehören weltweit zu den wenigen Ländern, die entsprechende Laborkapazitäten haben, um äußerst frühzeitig flächendeckend zu testen. Wir haben 28.000 Intensivbetten in Deutschland, etwa 25.000 Plätze mit Beatmung. Bezogen auf die Bevölkerungsgröße ist dies die beste Ausstattung in ganz Europa. Dennoch sind auch bei uns Engpässe nicht ausgeschlossen. Daher ist jetzt einmal mehr Solidarität innerhalb der Gesellschaft gefragt, um die Schwächeren und damit vor allem die Älteren und die chronisch Kranken zu schützen. Wichtig ist, dem Virus die schnelle Verbreitung schwer zu machen. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte auf Reisen verzichtet und von zu Hause aus gearbeitet werden. Im Allgemeinen sollten jegliche Kontakte reduziert werden. Dies muss für eine bestimmte Zeit möglich sein. Im Dienste der Solidarität und des Allgemeinwohls.

Auf die vielfach gestellte Nachfrage, warum die Bundesregierung Veranstaltungen nicht flächendeckend absage, möchte ich folgendes sagen: "Wir geben als Bundesministerium für Gesundheit aktuelle Empfehlungen auf Grundlage der wissenschaftlichen Erkenntnisse etwa des Robert Koch-Instituts. Für die regionale Umsetzung sind die Bundesländer bzw. die zuständigen Behörden vor Ort zuständig. Da wir in Deutschland eine sehr unterschiedliche und dynamische Lage feststellen, ist die etwaig unterschiedliche Handlungsweise je nach Region bislang auch sinnvoll."

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