Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft

8. Mai 2020

"Wir setzen heute ein Zeichen für die deutsch-französische Freundschaft. Wir stehen zusammen und versichern uns den Zusammenhalt unserer Länder", sagte der südpfälzische Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Gebhart bei einer Zusammenkunft mit seinem französischen Amtskollegen Frédéric Reiss, den beiden Europaabgeordneten Christine Schneider und Anne Sander sowie den Bürgermeistern der Grenzgemeinden, Edwin Diesel und Francis Jörger, an der Lauterbrücke in Scheibenhardt.
          
Das Coronavirus ist nicht nur ein sonderbarer und gefährlicher Feind für unsere Gesundheit und unsere Gesellschaft, es hat auch die Verhältnisse zwischen Deutschland und Frankreich durcheinander gebracht. Ich bedauere es. Wo ist die Euphorie des Aachener Vertrages? Europa muss die Schwierigkeiten, die mit dieser Krise entstanden sind, überwinden. Deshalb muss die deutsch-französische Freundschaft leben", betonte Frédéric Reiss. Alle Teilnehmenden verurteilten die Beschimpfungen und Anfeindungen, denen die Grenzgänger in den letzten Wochen vielerorts ausgesetzt waren, scharf. „Sie sind mit dem europäischen Geist des grenzüberschreitenden Miteinanders und mit unserem Menschenbild nicht vereinbar“, sagte Gebhart. Der Abgeordnete hob bei der Zusammenkunft allerdings auch Positives hervor: „Die Aufnahme schwerstkranker COVID-19-Patienten aus dem Elsass und Lothringen in deutschen Kliniken war ein Zeichen gelebter europäischer Solidarität. Hier müssen wir anknüpfen.“
          
Um ein gemeinsames Zeichen zu setzen, ließen die Politiker während der Zusammenkunft auf beiden Seiten der geschlossenen Grenze Luftballons in den europäischen Farben in die Luft steigen. Die Europaabgeordnete Christine Schneider appellierte: „Seit 70 Jahren leben wir gemeinsam in Frieden, Einheit und Freundschaft und seit 25 Jahren dürfen wir uns ohne Grenzkontrollen im Schengen-Raum bewegen. Wir müssen die Grenzen sobald wie möglich wieder öffnen, damit wir die deutsch-französische Freundschaft wieder leben können und gemeinsam den Weg aus dieser Krise gehen.“

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